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„Skyfall“ zum grandiosen Finale

BENEFIZKONZERT. Ensemble „Domino“ engagiert sich für Erhalt der 14-Nothelfer-Kapelle

Von Manuel Wenda

GONSENHEIM. <„Billy Joel hat gerade verkündet, dass er im Madison Square Garden spielen wird, bis ihn niemand mehr hören will. Nun ist die 14-Nothelfer-Kapelle nicht ganz so
groß und Gonsenheim nicht New York, aber auch wir werden hier noch lange spielen“: Sängerin Meike Jolie von der Band „Domino“ begrüßte die Besucher eines Benefizkonzertes enthusiastisch.

„Domino“, ein Ensemble aus versierten Instrumentalisten und Chor, trugen ihren Teil dazu bei, die Kapelle instand zu halten. Wie Pfarrer Hans-Peter Weindorf im Grußwort erklärte,
sieht die Kapelle schön und prachtvoll aus – das Ergebnis beständiger Arbeit. Kürzlich wurden einige Bäume neben ihr gefällt, sie waren krank und stellten ein Risiko dar, bald sollen neue gepflanzt werden.

Außerdem dringt Feuchtigkeit ins Mauerwerk. Die Bekämpfung dieses Problems verursacht erhebliche Kosten. Traditionell spielen Domino“ am Vorabend der 14-Nothelfer-Wallfahrt in Gonsenheim, früher fanden Open-Air-Veranstaltungen vor der Kapelle statt. Nachdem diese einige Male buchstäblich ins Wasser gefallen waren, hatte man sich in diesem Jahr entschlossen, das Konzert in der Kapelle zu geben. Das Wetter war herrlich, am heißen Sommerabend strömten viele Menschen in den Wald, schnell füllte sich die Kapelle. Es mussten noch einige Sitzbänke vor ihrer Pforte aufgestellt werden. Die Stimmung war ausgelassen, bevor es losging, konnte man noch mit ein oder zwei Gläschen Sekt im Wald anstoßen. Die Band begann mit dem Lied „Nur noch kurz die Welt retten“, dann kamen die Sängerinnen und Sänger aus der Sakristei. Sie stimmten das Stück „Blue Skies“ an und interpretierten dieses wunderbare Lied stilvoll, angetrieben vom groovenden Spiel des Schlagzeugs. Auch dem bereits genannten Billy Joel erwiesen sie die Ehre mit „New York state of mind“. Einen besonderen Akzent setzten die spritzigen Saxofon-Soli.

Die Kapelle wurde während des Konzertes in viele Farben getaucht. Besinnliches wie „Du bist das Licht“ und „Bilder von Dir“ waren ebenso zu hören wie jazzige Nummern, bei welchen die Zuhörer mitklatschten. „Everything“ wurde begeistert bejubelt wie auch Adeles „Someone like you“ und Carole Kings „You’ve got a friend“.

Die nachdenklichen, aber nicht zu schwermütigen Moderationen passten ins Gesamtkonzept. Jazz, Gospel und Pop gingen ineinander über, der Chor wurde von der Band getragen. Ein Highlight: ein stimmgewaltiges „Skyfall“ am Ende des Programms. Das Publikum forderte Zugaben und bekam sie.

Allgemeine Zeitung 17.06.2015


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